Der Mehrwegpool zur Stabilisierung und Pflege
der aktuellen deutschen Mehrweg-Gebinde in der Brauwirtschaft

MPBeG - der Mehrwegpool der Brauwirtschaft eG

Unser Ziel ist es, einen neuen gemeinsamen Pool, die MPB Mehrwegpool der Brauwirtschaft eG – aufbauend auf den vorhandenen Mehrweg-Einheitsgebinden zu etablieren.
Es ist ein genossenschaftlich geführtes, ökologisch vorteilhaftes Mehrwegpoolsystem der deutschen Brauwirtschaft.

Die „MPB Mehrwegpool der Brauwirtschaft eG“ – kurz MPBeG, wurde im September 2020 durch den Bayerischen Brauerbund e.V., den Brauereiverband NRW e.V., die Sozietät Norddeutscher Brauereiverbände e.V., die Cölner Hofbräu P. Josef Früh KG, die Privatbrauerei Bolten GmbH & Co.KG, die Dithmarscher Brauerei Karl Hintz GmbH & Co. KG, die Hofbrauhaus Wolters GmbH, die Privatbrauerei Zötler GmbH und die Brauerei Schneider Weisse G. Schneider & Sohn GmbH gegründet.


Was wollen wir erreichen?

Unter dem Dach dieser Genossenschaft soll – aufbauend auf vorhandenen Mehrweg-Einheitsgebinden, die von vielen Brauereien genutzt werden – das einzigartige deutsche Getränke-Mehrwegsystem für Bier stabilisiert werden.

Dieses System ist bereits in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in der damaligen Verpackungsverordnung – dem Vorläufer des heutigen Verpackungsgesetzes – als ökologisch vorteilhaftes Mehrwegsystem berücksichtigt worden, da es dem politischen und gesetzgeberischen Ziel der Wiederverwendung Rechnung trägt.

Der Gesetzgeber hat seinerzeit ausdrücklich das bereits seit Jahrzehnten in der Brauwirtschaft bestehende System der Mehrwegflaschen bzw. -gebinde in seiner Umweltgesetzgebung berücksichtigt. Zuletzt erreichte der Mehrweganteil bei Bier 78,7 %. Es ist im erklärten Interesse der Brauwirtschaft, diesen Anteil zu halten oder sogar wieder auszubauen, da der Umweltgesetzgeber in den zurückliegenden 30 Jahren den Erhalt und Ausbau von Mehrwegverpackungen als prioritär beschrieben hat.

Das Mehrweg-Getränkesystem bewegt sich in einem politischen Umfeld, das durch intensive Diskussionen über Klimawandel, Energiewende, Nachhaltigkeit, Abfallvermeidung, Ressourcenschutz etc. geprägt ist. Deshalb ist es uns wichtig, die Branche zu einer ökonomisch und ökologisch gebotenen Erneuerung des Mehrwegsystems zu motivieren.

Die MPBeG ist grundsätzlich für jede Brauerei, jeden Abfüller und Inverkehrbringer von Getränke-Mehrwegverpackungen offen.
Wir wollen mit dem in Form einer Genossenschaft organisierten Rechtsrahmen erreichen,

  • dass der in den letzten 15 Jahren zu beobachtende Trend zur Individualisierung in Mehrweggebinden gestoppt und langfristig umgekehrt wird,
  • die ökologische Vorteilhaftigkeit des Mehrwegsystems gehalten und ausgebaut wird,
  • der Trend in Einweggebinde
    (Glas-Einwegflaschen, Getränkedosen)
    für eine Nutzung die Ausnahme bleibt.

Die MPBeG will vor diesem Hintergrund das bisherige Standard-Mehrweggebindesystem der Brauwirtschaf stärken, was jedoch nur durch eine strukturelle Systemveränderung zu einem nachhaltigen Erfolg führen wird.


Die Idee: MPBeG – gemeinschaftlich,
partnerschaftlich und verbindlich

Die Initiatoren setzen von Beginn an auf breite Akzeptanz und
aktive Mitwirkung vieler Brauereien und Interessierter als
potenzielle Verwender der „neuen“ gepoolten „Brauerei-Einheitsgebinde“.

Wichtig ist, eine große Zahl an Mitgliedern zu gewinnen, um die ökologischen, gesamtwirtschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Vorteile für die gesamte Branche zukünftig besser und nachhaltig zu nutzen:

  • die MPBeG als Genossenschaft (eG) ist aufgrund der gesetzlichen Vorgaben des Genossenschaftsgesetzes eine Rechtsform, die eine gleichberechtigte Mitwirkung ihrer Mitglieder sicherstellt
  • Macht- und Einflussbündelung weniger großer Akteure sind dadurch verhindert
  • die MPBeG gewinnt dadurch große Stabilität, unternehmerische Selbstständigkeit und Unabhängigkeit
  • Mitglieder können von Anbeginn Prioritäten setzen und innerhalb der jeweiligen „Verwenderkreise“ (je nach Gebinde) ihre Interessen bündeln
  • sie definieren u.a. selbst die Einschleusungs- und Ausschleusungsquoten, die zeitliche Umsetzung und technischen Qualitäten für die verwendeten Flaschen
  • die Entscheidung über zu poolende Gebinde liegt in den Händen der Genossenschaftsmitglieder
  • grundsätzlich sollen alle in der Brauwirtschaft verwendeten Standard-Mehrweggebinde in das zukünftige Poolsystem eingebunden werden
  • der größte Vorteil – die nachträgliche, sukzessive Poolung bisheriger Einheitsgebinde ist nicht stichtagbezogen, sondern über einen längeren Zeitraum möglich
  • die MPBeG gewährt niedrige finanzielle, administrative und gesellschaftsrechtliche Hürden für den Erwerb der Mitgliedschaft

Ich möchte Mitglied werden!

Wichtig: Das ausführliche „Konzept MPBeG“ und weitere
Infos sind im Bereich Service/Download hinterlegt.